Nächste Jahre

Auch 1985 ging es mit einer Anzahl von Lesungen weiter: So waren zwei Autoren der Montagswerkstatt beim Kulturabend anlässlich der Tage der älteren Generation vertreten; an allen fünf Stadtteilwochen der Stadt München wirkten die Montagswerkstättler ebenfalls durch Lesungen mit, wie auch am Programm in diversen Alten- und Service-Zentren Münchens. Weitere Lesungen erfolgten beim Kulturclub Buchdeckel, bei der Giesinger Künstlerschaukel (Dezember)[Photo in Vorbereitung], dem Ernsten Lyrik-Kreis (u. a. Margarete Hofmann, im März) und bei den Haidhauser Büchertagen, bei denen sich zahlreiche Autoren des SBV vorstellten; von den späteren Montagswerkstättlern war Daisy von Wolmar-Stroeh vertreten.Weitere Veröffentlichungen des SBV (Horst Künzel, Sieben Rosen trägt der Strauch, 1985; Ida Faaß, Zertretene Veilchen, 1985; Franz Xaver Paul, Dahoam am Kanapee, 1985) und damit zusammenhängende Lesungen weckten das Interesse der Medien. Der Bayerische Rundfunk berichtete im Familienfunk in der Sendung „Information für die ältere Generation“ in einem Beitrag von Dr. Ernestine Koch über den Verlag.
Der unermüdliche Einsatz von Ida Faaß bei Lesungen machte eine zweite Auflage ihres Buches unumgänglich.

Im Jahr darauf fand unter anderem im Juli bei einer literarisch-musikalischen „Fahrt in die Ferien“ die Buchtaufe von Margarete Ostrowickis Buch „Alltäglichkeiten“ statt. Gastgeber und Veranstalter war die Katakombe.
Die zweite Hälfte des Jahres 1986 war geprägt von den Vorbereitungen zu einer neuen Anthologie, „Am Rande der Stadt“.
Das Buch erschien 1987. In seiner Rede anlässlich der öffentlichen Präsentation betonte Bürgermeister Dr. Klaus Hahnzog: „Das Besondere an diesem kleinen Buch ist, dass es zeigt, dass sich ältere Menschen nicht nur um ihre eigenen Belange kümmern, sondern sich um die Zukunft ihrer Enkel und die noch nicht Geborenen sorgen. Beiträge über das Waldsterben, Tschernobyl, Umweltverschmutzung und Wackersdorf sind beredte Zeugen dieser Sorge. Für diese Teilnahme an unserem sozialen und gesellschaftlichen Leben gebührt allen Beteiligten Anerkennung. (...)
So verstanden nehmen die Autoren der Montagswerkstatt nicht einen Platz ein ‚am Rande der Stadt’, sondern wirken sehr lebendig mitten unter uns.“
Der Beitrag der Autorin Luise von Tiedemann wurde im gleichen Jahr vom Kuratorium Deutsche Altershilfe mit dem Wilhelmine Lübke Preis 1987 ausgezeichnet.

Aus finanziellen Gründen musste der Senioren Buch-Verlag aufgeben. Die SeniorenZeitung bot jedoch weiterhin Veröffentlichungsmöglichkeiten, und die Aktivitäten der Montagswerkstatt wurden 1988 ausgebaut.

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